
Deutlich erkennbar: Das mächtige Okavango-Delta im südlichen Afrika. Nordöstlich davon liegt das kleinere Linyanti-Feuchtgebiet. Foto: ESA Das dreieckige Linyanti-Feuchtgebiet liegt in Namibia an der Grenze zu Botswana. Die Ländergrenzen sind rot dargestellt. Bild: Tobias Landmann Intensität der Veränderungen im Linyanti-Feuchtgebiet von 2001 bis 2010 (kumulativ, links) sowie die Richtung der Veränderung (rechts). Diese wird mit einem Farb-Kreis interpretiert: Die Farbe türkis zeigt an, dass das Feuchtgebiet in dieser Zeit immer grüner und feuchter geworden ist. Bild: Tobias Landmann
Viele Feuchtgebiete lassen sich geographisch nur schwer beschreiben und langfristig beobachten. Der Grund: Sie führen mal mehr, mal weniger Wasser. Wissenschaftler der Uni Würzburg stellen jetzt eine neue Methode vor, mit der sich die Dynamik von Feuchtgebieten erstmals messen lässt.
Feuchtgebiete wie das Okavango-Delta im südlichen Afrika besitzen wichtige ökologische und wirtschaftliche Funktionen. Sie bieten vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, haben aber auch Vorteile für den Menschen. Denn oft sind sie das einzige größere Wasserreservoir in ansonsten trockenen Landschaften. Außerdem ziehen sie Touristen an und tragen auch damit zum Lebensunterhalt der Einwohner bei.
Wandel der Feuchtgebiete erfassen
Wie wirkt sich der Klimawandel auf solche Feuchtgebiete in Afrika aus? Dieser Kontinent soll durch die globalen Veränderungen heißer und trockener werden, so die Prognosen. Das könnte die Feuchtgebiete in ihrer Funktion als Wasserspeicher noch wichtiger machen. Es könnte sie aber auch komplett trockenlegen.
„Man müsste den ‚Puls‘ der Feuchtgebiete kontinuierlich messen können, um den Wandel zu beobachten und eventuell Gegenmaßnahmen zu treffen“, sagt Tobias Landmann von der Universität Würzburg. Eine solche Pulsmessung hat der Geograph mit seinen Kollegen Christian Hüttich, Matthias Schramm und Stefan Dech nun erstmals möglich gemacht. Das Fachblatt „Remote Sensing Letters“ stellt die Methode der Wissenschaftler in seiner aktuellen Ausgabe vor.
Am Puls des Linyanti-Feuchtgebiets




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