Forschungslage zum Prämenstruellen Syndrom (PMS) soll verbessert werden

Forschungslage zum Prämenstruellen Syndrom (PMS) soll verbessert werden

Psychologisches Institut der Universität startet neue Untersuchung des Prämenstruellen Syndroms / Teilnehmerinnen für Studie gesucht

Obwohl das Störungsbild relativ häufig auftritt und potenziell jede Frau davon betroffen sein könnte, gibt es über das Prämenstruelle Syndrom (PMS) noch recht wenige wissenschaftliche Studien. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) befasst sich seit Kurzem die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie mit dem Problem und seiner Behandlung. Jetzt startet eine weitere Studie, die die emotionalen Reaktionen von Frauen untersucht, die unter dem PMS leiden. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen gehen der Frage nach, ob Betroffene auf negative Eindrücke stärker reagieren und insgesamt anders mit ihren Gefühlen umgehen als Nicht-Betroffene. Für diese wissenschaftliche Studie, die teils über das Internet erfolgt, werden noch Teilnehmerinnen gesucht.

Die Teilnehmerinnen sollten selbst deutlich von prämenstruellen Beschwerden betroffen sein. Solche Symptome treten kurz vor der Periode auf und können sich in Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Angst, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen, Energielosigkeit, Brustempfindlichkeit, Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen oder Appetitveränderungen zeigen. Die Beschwerden gehen nach Einsetzen der Menstruation meist recht schnell wieder zurück. Gesucht werden für die Studie Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren, die einen relativ regelmäßigen Menstruationszyklus aufweisen und über regelmäßigen Zugang zum Internet verfügen. Die Teilnehmerinnen werden gebeten, zunächst einen Fragebogen ausfüllen und anschließend zwei Monate ein Symptom-Tagebuch führen. Anschließend finden ein diagnostisches Interview und zwei experimentelle Termine im Psychologischen Institut statt.

Durch ihre Teilnahme erhalten die Probandinnen Informationen zu ihrem individuellen Beschwerdebild, die für die weitere Behandlungsplanung mit dem Gynäkologen herangezogen werden können. Alle Teilnehmerinnen erhalten nach Abschluss der Studie eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro.

 
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