Emmy-Noether-Nachwuchsstipendium für Forscher am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg

13 December 2011
Emmy-Noether-Nachwuchsstipendium für Forscher am Institut für Mikrosystemtechnik

Emmy-Noether-Nachwuchsstipendium für Forscher am Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg

Biomolekulare Interaktionen sind Grundbausteine lebender Organismen, die das Wachstum, die Aufrechterhaltung von Zellstrukturen und die Anpassung des Organismus an seine Umgebung ermöglichen. Der Stoffwechsel ist ein zentrales zelluläres Netzwerk solcher Interaktionen, dessen Einzelbestandteile in großen biochemischen Studien im vergangenen Jahrhundert fast vollständig aufgeklärt wurden. Die Regulation und Dynamik dieses Netzwerkes ist jedoch weitgehend unbekannt. Doch für das Verständnis grundlegender Zellabläufe ist dieses Wissen essentiell.

Matthias Meier vom Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bekommt nun ein Emmy-Noether-Nachwuchsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Damit werden herausragende Forscherinnen und Forscher über fünf Jahre finanziell gefördert, um durch die Leitung einer eigenen Forschungsgruppe die Befähigung zum Hochschullehrer zu erwerben. So kann der Biophysiker, der im Oktober dieses Jahres von der Universität Stanford/USA an den Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung von Roland Zengerle wechselte, vier Doktorandinnen und Doktoranden am IMTEK betreuen.


Dort und am Zentrum für biologische Signalstudien (BIOSS) der Universität Freiburg wird er mikrofluidische Plattformen für Experimente auf molekularer, zellulärer und organismischer Ebene entwickeln. Der Fokus seiner Forschung liegt auf der systembiologischen Betrachtung von post-translationalen Veränderungen und epigenetischen Faktoren auf unterschiedlichen Zeitskalen und Signalwegen. Dafür wird er hoch skalierbare mikrofluidische Techniken nutzen und weiterentwickeln. Dadurch können Tausende biologische und chemische Nachweisreaktionen miniaturisiert und automatisiert werden. Die Forschungsergebnisse können beispielsweise dazu beitragen, das Grundverständnis von Stoffwechselanomalien in Krebszellen aufzuklären.
 
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