1.000 Besuche in der LIFE-Studienambulanz für Erwachsene
18 August 2011 - UNI-LEIPZIG
Leipziger Großforschungsprojekt an der Medizinischen Fakultät erfolgreich angelaufen
Die Erwachsenenambulanz im Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) konnte in diesen Tagen den tausendsten Besucher begrüßen. Die in ihrem Umfang einmalige Studie ist erfolgreich in den Routinebetrieb übergegangen. Dem gingen umfassende Machbarkeitsstudien sowie die Erarbeitung eines umfangreichen Untersuchungs- und Befragungsprogramms voraus.
Zu diesem gehören verschiedene Stationen wie Blut- und Urinuntersuchung, Blutdruckmessungen, Ruhe-EKG, Ultraschalluntersuchung von Herz und Halsschlagader, Bestimmung von Stimmleistung und -qualität sowie Tests auf Allergien. Ein 3D-Körpervermessungsgerät ermittelt in 12 Sekunden 150 Körpermaße.
In einer Weiterentwicklung des Untersuchungsprogramms wurden in den letzten Wochen Methoden, bei denen Veränderungen der Netzhaut im Auge Rückschlüsse auf Diabetes, Arteriosklerose und dementielles Syndrom zulassen, etabliert. Dazu werden mit einer Kombination von Fundusfotographie und Optischer Kohärenztomografie (OCT) objektive Darstellung der Netzhautgefäßstrukturen sowie eine 3-D-Darstellung der Netzhaut sowie der Anheftungsstellen des Glaskörpers erstellt. Autofluoreszenzdarstellungen ermöglichen zusätzliche Aussagen zur metabolischen Stoffwechsellage der Netzhaut, welche durch eine alleinige Farbaufnahme nicht möglich sind. Damit lassen sich innerhalb einer Untersuchung in wenigen Minuten eine Vielzahl von Bildern und Daten zu möglichen Veränderungen der Gefäß- und Nervenstrukturen der Netzhaut gewinnen. Diese bieten den meisten der dem LIFE-Forschungszentrum zugrunde liegenden Fragestellungen und beteiligten Fachgebiete einen hohen Mehrwert.
Zur Messung der Bewegungsaktivität und Analyse bestimmter Schlafparameter werden die Studienteilnehmer außerdem gebeten, eine Woche lang ein Aktometer zu tragen. Dieses Gerät zeichnet unter anderem motorische Aktivität, Leitfähigkeit und Temperatur der Haut sowie die Schlafdauer auf. Aus den Daten lässt sich eine Leistungskurve für den ganzen Tag ermitteln, bestimmen lassen sich ebenfalls der Energieumsatz und die Effizienz des Schlafes. Diese Parameter sollen vor allem in der Analyse von Ursachen von Adipositas sowie der Diagnose früher Stadien von depressiven Störungen genutzt werden.
Befragungen und Fragebögen runden das Programm ab.
Ausgewählte Untersuchungsergebnisse des ersten Studientages erhalten die Probanden per Post zugeschickt. Zwei weitere Untersuchungstage richten sich an die Altersklasse 65+. Auf dem Programm stehen dann Hirnstrommessung und eine magnetresonanztomografische Untersuchung des Kopfes.
H i n w e i s P r e s s e t e r m i n:
Am 25. August 2011, 10:00 Uhr, findet ein Pressetermin in der LIFE-Studienambulanz für Kinder statt. Thema: Freiwillige Schulklassen werden Teilnehmer in der Leipziger Kinder- und Jugendstudie LIFE-Child. Im Podium: ärzte, Psychologen, Wissenschaftler, Vertreter der Stadt und der Sächsischen Bildungsagentur. Im Anschluss gibt es eine Führung durch die Studienambulanz LIFE-Child
Weitere Infos dazu unter: Einladung zum Pressetermin
über LIFE:
LIFE ist ein Großforschungsprojekt der Universität Leipzig und steht für "Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen".
Das Wissenschaftsnetzwerk ist den Ursachen wichtiger Volkskrankheiten auf der Spur. Im Zentrum der LIFE-Forschung: Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Adipositas, Depression, Demenz, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien und Stoffwechselstörungen. Bis 2013 werden rund 30.000 Leipziger - Kinder und Erwachsene - klinisch und bioanalytisch untersucht sowie zu ihren persönlichen Lebensbedingungen befragt. Denn LIFE will in großem Umfang das Zusammenspiel von genetischen Anlage, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und individuellem Lebensstil an einem Standort ergründen.
Die LIFE-Wissenschaftler entwickeln Ansätze für künftige Therapien, neue zielsichere Medikamente und effektivere medizinische Geräte. LIFE ist derzeit das größte deutsche Forschungsprojekt im Kampf gegen Zivilisationskrankheiten.
Das Forschungsprojekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (32 Millionen Euro EFRE-Mittel; 1,3 Millionen Euro ESF für Nachwuchsforscher) und des Freistaates Sachsen (6 Millionen Euro).
Zu diesem gehören verschiedene Stationen wie Blut- und Urinuntersuchung, Blutdruckmessungen, Ruhe-EKG, Ultraschalluntersuchung von Herz und Halsschlagader, Bestimmung von Stimmleistung und -qualität sowie Tests auf Allergien. Ein 3D-Körpervermessungsgerät ermittelt in 12 Sekunden 150 Körpermaße.
In einer Weiterentwicklung des Untersuchungsprogramms wurden in den letzten Wochen Methoden, bei denen Veränderungen der Netzhaut im Auge Rückschlüsse auf Diabetes, Arteriosklerose und dementielles Syndrom zulassen, etabliert. Dazu werden mit einer Kombination von Fundusfotographie und Optischer Kohärenztomografie (OCT) objektive Darstellung der Netzhautgefäßstrukturen sowie eine 3-D-Darstellung der Netzhaut sowie der Anheftungsstellen des Glaskörpers erstellt. Autofluoreszenzdarstellungen ermöglichen zusätzliche Aussagen zur metabolischen Stoffwechsellage der Netzhaut, welche durch eine alleinige Farbaufnahme nicht möglich sind. Damit lassen sich innerhalb einer Untersuchung in wenigen Minuten eine Vielzahl von Bildern und Daten zu möglichen Veränderungen der Gefäß- und Nervenstrukturen der Netzhaut gewinnen. Diese bieten den meisten der dem LIFE-Forschungszentrum zugrunde liegenden Fragestellungen und beteiligten Fachgebiete einen hohen Mehrwert.
Zur Messung der Bewegungsaktivität und Analyse bestimmter Schlafparameter werden die Studienteilnehmer außerdem gebeten, eine Woche lang ein Aktometer zu tragen. Dieses Gerät zeichnet unter anderem motorische Aktivität, Leitfähigkeit und Temperatur der Haut sowie die Schlafdauer auf. Aus den Daten lässt sich eine Leistungskurve für den ganzen Tag ermitteln, bestimmen lassen sich ebenfalls der Energieumsatz und die Effizienz des Schlafes. Diese Parameter sollen vor allem in der Analyse von Ursachen von Adipositas sowie der Diagnose früher Stadien von depressiven Störungen genutzt werden.
Befragungen und Fragebögen runden das Programm ab.
Ausgewählte Untersuchungsergebnisse des ersten Studientages erhalten die Probanden per Post zugeschickt. Zwei weitere Untersuchungstage richten sich an die Altersklasse 65+. Auf dem Programm stehen dann Hirnstrommessung und eine magnetresonanztomografische Untersuchung des Kopfes.
H i n w e i s P r e s s e t e r m i n:
Am 25. August 2011, 10:00 Uhr, findet ein Pressetermin in der LIFE-Studienambulanz für Kinder statt. Thema: Freiwillige Schulklassen werden Teilnehmer in der Leipziger Kinder- und Jugendstudie LIFE-Child. Im Podium: ärzte, Psychologen, Wissenschaftler, Vertreter der Stadt und der Sächsischen Bildungsagentur. Im Anschluss gibt es eine Führung durch die Studienambulanz LIFE-Child
Weitere Infos dazu unter: Einladung zum Pressetermin
über LIFE:
LIFE ist ein Großforschungsprojekt der Universität Leipzig und steht für "Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen".
Das Wissenschaftsnetzwerk ist den Ursachen wichtiger Volkskrankheiten auf der Spur. Im Zentrum der LIFE-Forschung: Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Adipositas, Depression, Demenz, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien und Stoffwechselstörungen. Bis 2013 werden rund 30.000 Leipziger - Kinder und Erwachsene - klinisch und bioanalytisch untersucht sowie zu ihren persönlichen Lebensbedingungen befragt. Denn LIFE will in großem Umfang das Zusammenspiel von genetischen Anlage, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und individuellem Lebensstil an einem Standort ergründen.
Die LIFE-Wissenschaftler entwickeln Ansätze für künftige Therapien, neue zielsichere Medikamente und effektivere medizinische Geräte. LIFE ist derzeit das größte deutsche Forschungsprojekt im Kampf gegen Zivilisationskrankheiten.
Das Forschungsprojekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (32 Millionen Euro EFRE-Mittel; 1,3 Millionen Euro ESF für Nachwuchsforscher) und des Freistaates Sachsen (6 Millionen Euro).
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