Vertreter von universitätsgestützten Institutes for Advanced Studies treffen sich in Freiburg


das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) lädt zu einem besonderen hochschulpolitischen Treffen ein: Vertreterinnen und Vertreter von fast 30 universitätsbasierten Institutes for Advanced Studies (UB-IAS) kommen in Freiburg zur weltweit ersten Konferenz dieser Art zusammen.


Bei den Einrichtungen aus Afrika, Asien, Australien, Europa sowie Nord- und Südamerika handelt es sich ausnahmslos um angesehene Wissenschaftskollegs, die mit weltweit renommierten Forschungsuniversitäten assoziiert sind.

Während traditionelle IAS wie Princeton/USA unabhängige Einrichtungen sind, existieren mittlerweile auf der ganzen Welt Institute, die direkt an eine Universität angebunden sind und in enger Symbiose mit dieser agieren. Gemeinsam ist allen derartigen Einrichtungen, dass sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt im Status von „Fellows“ zur Durchführung eines Forschungsprojekts einladen und damit den internationalen wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Spitzenforschung fördern.

In Deutschland sind im Rahmen der ersten Runde der Exzellenzinitiative eine kleine Zahl ambitionierter Institute dieser Art geschaffen worden, und die Erwartungen an diese Neugründungen sind groß: Sie sollen sowohl der eigenen Universität als auch dem Forschungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland zukunftsweisende Impulse verleihen und beide im internationalen Wettbewerb stärken.

Diese Entwicklung wird in der Hochschulpolitik kontrovers diskutiert, da die Institute zu einer Differenzierung innerhalb der Universitäten und der Professorenschaft führen. Während der Freiburger Konferenz wird daher intensiv diskutiert, ob die UB-IAS längerfristig zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Hochschulen führen oder ob es gelingen kann, den Austausch zwischen Instituten und Universitäten dauerhaft lebendig zu gestalten. Wie können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der eigenen Universität optimal eingebunden werden? Auf welche Weise lassen sich produktive Wechselwirkungen zwischen den Universitäten und ihren Forschungskollegs erzeugen? Braucht ein IAS Autonomie und wie viel davon ist nötig, um Forschung und Wissenschaft bestmöglich zu fördern?

In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative wird die Beurteilung der universitätsgestützten Institutes for Advanced Studies und ihre Arbeit eine große Rolle spielen und damit im Wettbewerb der Spitzenuniversitäten direkt über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Mit Prof. Dr. Philip Altbach vom Boston College, ausgewiesener Bildungsexperte und Kenner der internationalen Hochschullandschaft, sowie Prof. Dr. Philippe Aghion, der in Harvard/USA den Zusammenhang zwischen Hochschulentwicklung und wirtschaftlichem Wachstum erforscht, konnten als Hauptredner zwei international renommierte Wissenschaftsforscher gewonnen werden.

Falls Sie Unterstützung bei der Organisation Ihrer Anreise oder Ihres Aufenthalts in Freiburg benötigen, sind wir Ihnen gerne behilflich. Außerdem bitten wir Sie höflich um einen kurzen Hinweis, ob Sie an der Tagung teilnehmen werden. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Kontakt:
Karin Bundschuh
Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203- 97413
Fax: 0761/203- 97450
E-Mail: karin.bundschuh [a] frias.uni-freiburg (p) de
www.frias.uni-freiburg.de

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