Strategien bei Hitze

Strategien bei Hitze

Wie verhalten sich Menschen in sommerlichen Hitzephasen? Welche Strategien haben sie heute und welche können in Zukunft richtig sein? Die Folgen des Klimawandels für die Wohn- und Arbeitssituation der Aachener Bevölkerung stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts „City 2020+". Rund um diese Themen haben RWTH-Wissenschaftlerinnen gemeinsam mit Befragungsexperten einen Fragebogen entwickelt, der Ende April an 8.500 Aachener Bürgerinnen und Bürger verschickt wird. 30 Minuten Zeitaufwand sind für die Beantwortung der Fragen erforderlich, ein Rückumschlag liegt dem Fragebogen bei, die Portokosten trägt die Hochschule.

"Wir bitten mit unserem Fragebogen 10 Prozent der über 50jährigen in Aachen um Angaben zu ihrer Wohnsituation, ihren Netzwerken, ihrer gesundheitlichen und beruflichen Situation. Ziel ist es, Auswirkungen von sommerlichen Hitzephasen auf den Alltag der Menschen abschätzen zu können und auf Konsequenzen aufmerksam zu machen. Beispielsweise muss die infrastrukturelle Versorgung verändert werden, und auch bauliche Maßnahmen sind denkbar", erläutert Univ.-Prof. Dr.phil. Carmella Pfaffenbach vom Lehr- und Forschungsgebiet Kulturgeographie. "Aachen ist ein gutes Beispiel für unsere Arbeit, denn Aachens Altersstruktur ist typisch für deutsche Großstädte, außerdem wird Aachen durchschnittlich vom Klimawandel betroffen sein. Bitte investieren Sie 30 Minuten für die nächsten 30 Jahre von Aachen", appelliert Univ.-Prof. Heather Hofmeister Ph.D. vom Lehr- und Forschungsgebiet Soziologie mit dem Schwerpunkt Gender- und Lebenslaufforschung und hofft auf einen großen Rücklauf bei den Fragebögen.

Befragt werden ausschließlich Personen über 50 Jahre, da bekannt ist, dass ältere Erwerbstätige sowie Senioren und Seniorinnen verstärkt unter sommerlicher Hitze leiden. Zudem werden über 50jährige aufgrund des demographischen Wandels künftig eine große Bevölkerungsgruppe in Aachen stellen.

Die Stadt Aachen unterstützt diese Untersuchung und stellt die Adressdaten zur Verfügung. Die Empfänger der Fragebögen wurden zufällig aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt. Dabei wurde gewissenhaft geprüft, dass das Datenschutzgesetz eingehalten wird.

Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse des Forschungsprojekts vorgestellt werden, das im Rahmen des Projekthauses HumTec aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wird. An diesem interdisziplinären Projekt sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen Soziologie, Geographie, Medizin, Bauingenieurwesen, Stadtplanung und Geschichte beteiligt.

Fragen beantworten
Julia Hahmann M.A.
Lehr- und Forschungsgebiet Soziologie
mit dem Schwerpunkt Gender- und Lebenslaufforschung
Tel. 0241/80-25518
E-Mail: hahmann [a] humtec.rwth-aachen (p) de

 
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