Hecken fördern Artenvielfalt bei Feldvögeln stärker als ökologischer Landbau
19 November 2010 - UNI-GOETTINGEN

Neue Studie: Göttinger Agrarökologen haben nachgewiesen, dass freistehende Hecken die Artenvielfalt von Feldvögeln stärker fördern als Maßnahmen des ökologischen Landbaus. Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen. In der Regel in Bodennähe zu finden: Das Nest einer Goldammer. Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen.
„Wenn man die Länge einer Hecke von 50 Metern auf 250 Meter erhöht, steigt die Zahl der vorhandenen Feldvogelarten von zwei auf zehn“, so Dr. Péter Batáry, der zurzeit als ungarischer Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen forscht. Gleichzeitig untersuchte Dr. Batáry, in welcher Art von Landschaft das Anpflanzen von Hecken die größte Bedeutung hat. Dabei konnte er den positiven Effekt in diesem Ausmaß nur für Hecken in „ausgeräumten“ Landschaften nachweisen, in denen weniger als 17 Prozent des Bodens naturbelassen sind. In naturnahen und strukturell komplexen Landschaften mit wenig Landbau ist die Artenvielfalt von vornherein sehr hoch. Hier haben lokale Maßnahmen des Umweltmanagements nur eine geringe Effizienz. „Diese Ergebnisse zeigen, dass bei agrarwirtschaftlichem Umwelt- und Naturschutz die Bedeutung der Landschaftsstruktur viel stärker als bisher berücksichtigt werden muss. Entgegen der landläufigen Meinung lohnen sich lokale Maßnahmen in ‚ausgeräumten‘ Landschaften viel mehr als in naturbelassenen“, betont Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. Darüber hinaus spielen auch artspezifische Besonderheiten eine Rolle. So fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich die Dichte von am Boden brütenden Feldvögeln wie der Feldlerche in einer Landschaft mit ökologischem Anbau verdoppelt. Dr. Batáry kommt deshalb zu dem Schluss: „Beide Maßnahmen – Hecken wie Öko-Landbau – leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Feldvögel, von denen viele Arten bedroht sind.“ Originalveröffentlichung: Péter Batáry, Theda Matthiesen, Teja Tscharntke. Landscape-moderated importance of hedges in conserving farmland bird diversity of organic vs. conventional croplands and grasslands. Biological Conservation 143: 2020-2027 (2010). Kontaktadressen:
Dr. Péter Batáry
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Department für Nutzpflanzenwissenschaften
Abteilung Agrarökologie
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-22257
E-Mail: pbatary [a] gwdg (p) de
Internet: www.agroecology.uni-goettingen.de Prof. Dr. Teja Tscharntke
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Department für Nutzpflanzenwissenschaften
Abteilung Agrarökologie
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-9209
E-Mail: ttschar [a] gwdg (p) de
Internet: www.agroecology.uni-goettingen.de
Dr. Péter Batáry
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Department für Nutzpflanzenwissenschaften
Abteilung Agrarökologie
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-22257
E-Mail: pbatary [a] gwdg (p) de
Internet: www.agroecology.uni-goettingen.de Prof. Dr. Teja Tscharntke
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Abteilung Agrarökologie
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-9209
E-Mail: ttschar [a] gwdg (p) de
Internet: www.agroecology.uni-goettingen.de
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