Auf der Suche nach der zweiten Erde

Der Komet über Heidelberg aus dem Jahr 1618 wurde in Zusammenhang mit dem in die

Der Komet über Heidelberg aus dem Jahr 1618 wurde in Zusammenhang mit dem in diesem Jahr beginnenden Dreißigjährigen Krieg als Unheilszeichen gedeutet, aus: Matthäus Merian: Theatrum Europaeum, vom Jahr Christi 1617. biß auff das Jahr 1629. exclus. Beschrieben durch Joannem Philippum Abelium, 2. Auflage, Frankfurt: Wolfgang Hoffmann, 1643, S. 101 (UB Heidelberg, B 3446 B Folio RES)

Über „Die Suche nach der zweiten Erde“ spricht  Joachim Wambsganß. Der Wissenschaftler referiert im Rahmen der Vortragsreihe, die die Ausstellung „Himmlisches in Büchern“ in der Universitätsbibliothek Heidelberg begleitet.

Die Sonne ist ein Stern wie Milliarden anderer in unserer Milchstraße, sie wird von acht Planeten umkreist. Bis vor 15 Jahren wusste jedoch niemand, ob es auch Planeten um andere Sterne gibt. Im Jahr 1995 wurde erstmals ein Planet um einen Nachbarstern der Sonne gefunden. Diese Entdeckung machte weltweit Schlagzeilen. Inzwischen sind mehr als 400 „extrasolare“ Planeten bekannt, mit teilweise ganz unerwarteten Eigenschaften: Viele der neu entdeckten Exo-Planeten befinden sich sehr nahe an ihrem Mutter-Stern. Andere bewegen sich auf stark elliptischen Bahnen. Neben der Frage, was eigentlich ein Planet ist, erläutert Prof. Wambsganß in seinem Vortrag, wann und wie „unsere“ Planeten entdeckt wurden. Anschließend informiert der Wissenschaftler über die Methoden, mit denen Astronomen – auch in Heidelberg – heute nach extrasolaren Planeten suchen. Dabei wird er auch aufzeigen, warum es so schwierig ist, Exo-Planeten zu entdecken. Schließlich diskutiert Prof. Wambsganß die Frage, ob es eine „zweite Erde“ geben mag und wie wir sie gegebenenfalls finden könnten.

Die Ausstellung „Himmlisches in Büchern“ beschäftigt sich mit der Geschichte der Astronomie – insbesondere mit Bezug zu Heidelberg – und ihrem Einfluss auf die Kultur. Gezeigt werden dazu astronomische Schriften und Instrumente aus sechs Jahrhunderten. Die Präsentation ist in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg entstanden und wird von der Klaus Tschira Stiftung (KTS) unterstützt. Die begleitenden Vorträge finden bis zum Juli dieses Jahres jeweils einmal im Monat statt. Die Ausstellung wird bis zum 13. September 2010 gezeigt. Informationen im Internet können unter http://astronomie2009.uni-hd.de abgerufen werden.



Vortrag am Mittwoch, 9. Juni 2010. Die Veranstaltung findet in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, statt und beginnt um 18.00 Uhr.


 
 
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