Mit Fachwissen und Präsentationtechniken zum Sieg

Ein Team von fünf RWTH-Studenten der Elektrotechnik gewann den Fallstudienwettbewerb von Rohde & Schwarz zum Thema digitales Fernsehen

Fachliche Kenntnisse sind wichtig, reichen aber für einen Sieg beim gemeinsamen Fallstudienwettbewerb des Elektronikkonzerns Rohde & Schwarz und dem VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) nicht aus. Hier sind außerdem Teamgeist und eine überzeugende Präsentation gefragt. In allen Punkten war das Team „Gauß Krach“ der RWTH unschlagbar. Die fünf Studenten der Elektrotechnik konnten jetzt beim Finale in München die siebte Auflage des Wettbewerbs für sich entscheiden. Ihre Aufgabe war es, Fragestellungen zum Thema digitales Fernsehen zu bearbeiten. Neben der Auszeichnung der Jury, die aus Ingenieuren und Personalreferenten des Münchener Elektronikkonzerns bestand, nahmen Marius Cordts, Stefan Liebich, Daniel Rüschen, Moritz Schrey und Vitaliy Volevach jeweils ein Apple iPad sowie ein Preisgeld von 2.000 Euro für ihre Hochschule mit nach Hause.

Der Fallstudienwettbewerb wird in zwei Etappen unter Studierenden der Elektrotechnik in Deutschland und Singapur, wo Rohde & Schwarz sehr engagiert ist, ausgetragen. In der lokalen Vorrunde im Frühjahr setzten sich die fünf von „Gauß Krach“ gegen zwei weitere Teams der RWTH durch. Beim Finale im München maßen sich dann die verbliebenen Teilnehmer von zwölf Hochschulen. Die Aufgabenstellungen standen jeweils unter dem Motto „Move up to the next level“ und drehten sich um DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) sowie den Nachfolge-Standard DVB-T2, die den Empfang von digitalem Fernsehen über eine Hausantenne ermöglichen. Die Studierenden bekamen einen Fragenkatalog, der von spezifischen Berechnungsaufgaben bis zu Marktanalysen und Marketingaspekten reichte. Ihre Präsentation sollten sie dann an eine definierte Zielgruppe, einem Messgerätehersteller, richten. „Im Gegensatz zu den anderen Teams haben wir die Fragen nicht Punkt für Punkt aufgeführt, sondern unseren Argumentationsstrang thematisch gegliedert“, schildert Stefan Liebich. Er und seine Kommilitonen studieren im sechsten Semester Elektrotechnik an der RWTH und haben sich spontan zu dem Team „Gauß Krach“ formiert, in dem sie dann auch unter Zeitdruck sehr effektiv und kreativ zusammenarbeiteten.„Unsere Studierenden bringen gute Voraussetzungen für solche Aufgabenstellungen mit, da sie hier neben den fachlichen Grundlagen auch in Praktika den Praxisbezug trainieren und regelmäßig ihre Arbeitsergebnisse präsentieren müssen“, betont Univ.-Prof. Dr. rer.nat. Rudolf Mathar. Der Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische Informationstechnik gehörte in der lokalen Vorrunde des Wettbewerbs zu den Juroren und freut sich über das gute Abschneiden des Aachener Teams aus seiner Fakultät. Die Studenten wünschen sich mehr solche Wettbewerbe zur Nachwuchsförderung ausgeschrieben von namhaften Unternehmen, bei denen sie ihr theoretisches Wissen in der Anwendung testen und gleichzeitig Kontakt zur Industrie aufnehmen können.

i.A. Sabine Busse

Weitere Informationen:

Stefan Liebich

Telefon: 0241 80 27701 (Cornelia Hanf, Sekretariat Theoretische Informationstechnik)

E-Mail: stefan.liebich [a] rwth-aachen (p) de

Foto: Marius Cordts, Vitaliy Volevach, Stefan Liebich, Moritz Schrey und Daniel Rüschen (v. l.) freuen sich über den in München errungenen Sieg im Fallstudienwettbewerb.

Quelle: Rohde & Schwarz

 
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