Kármán-Preis für Anna Nelles

Kármán-Preis für Anna Nelles

Bei der diesjährigen Festveranstaltung der RWTH Aachen und ihrer Freundesgesellschaft proRWTH e.V., wurden erstmals nicht nur Springorum-Denkmünzen und Borchers-Plaketten verliehen, sondern außerdem der neu initiierte Kármán-Preis.

Der Kármán-Preis der RWTH Aachen wird auf Initiative des Senats an Studierende verliehen, die sich durch besonderes soziales Engagement und hervorragende Studienleistungen auszeichnen. Erste Preisträgerin ist die ehemalige AStA-Vorsitzende und Gruppensprecherin der studentischen Senatoren, Anna Nelles. Anfang des Jahres hat der Senat der RWTH dem Antrag der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften auf Verleihung des Kármán-Preises für Studierende an Anna Nelles zugestimmt. Rektor Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg, Dr.-Ing. Ewald Pfaff, stellvertretender Vorsitzender des Senats, sowie Laudator Univ.-Prof. Dr. Max Kerner, überreichten ihn jetzt während der gemeinsamen Festveranstaltung der Freunde und Förderer der RWTH Aachen, proRWTH e.V.

Die Physikdiplomandin habe durch vielfältige Aktivitäten herausragende Verdienste erworben, die für die gesamte Hochschule von Bedeutung seien, so Univ.-Prof. Dr. Ulrich Simon, Dekan der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, auf dessen Antrag Anna Nelles die neue Auszeichnung erhalten hat. Besonders hervorzuheben sei ihr Engagement in der Präsentation des Exzellenzantrages der RWTH, ihre Mitgliedschaft in der Findungskommission des Hochschulrates und Teilnahme an der Vorbereitung des Zukunftskonzeptes Lehre, so Simon. Darüber hinaus habe Anna Nelles hervorragende Leistungen in ihrem Studium vollbracht, so der Dekan.

Univ.-Prof. Dr. Max Kerner, ehemaliger Senatsvorsitzender, lobte das Talent der jungen Physikerin, heikle Situationen mit Tatkraft und Augenmaß zu meistern. Die junge Diplomandin sei charmant und eloquent, natürlich im Umgang, sympathisch im Wesen, ausgezeichnet mit einem analytischen Verstand, der ihr helfe, schnell Schwachpunkte zu erkennen und Strategien zu entwickeln, diese entsprechend auszumerzen, rühmte Max Kerner in seiner Laudatio.

Wichtig ist der Preisträgerin klarzumachen, dass sie nicht die erste sei, die eine solche Auszeichnung verdient habe: „Ich nehme den Preis entgegen stellvertretend für alle anderen, die dafür gesorgt haben, dass die Stimmung an der Uni entspannter geworden ist“, sagt sie mit dem für sie typischen Selbstbewusstsein.

Neben der Auszeichnung für Anna Nelles konnten sich 117 hervorragende Diplomanden, Magister- und Masterabsolventen über die Springorum-Denkmünze freuen. Seit 1925 stiftet die Freundesgesellschaft diesen Preis für besondere Studienleistungen.

Mit der Borchers-Plakette, die an den früheren Rektor, Professor Wilhelm Borchers, erinnert, würdigt die Hochschule hervorragende Dissertationen. In diesem Jahr erhielten 134 Doktoranden diesen Preis. Rektor Schmachtenberg und Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Gunther Voswinkel, Vorsitzender von proRWTH, freuten sich, auch in diesem Jahr die besonderen Auszeichnungen an verdiente Absolventen verleihen zu können.

Die Freundesgesellschaft der Aachener Hochschule existiert seit 1918. Sie sieht ihre Aufgabe darin, unter dem Schwerpunkt „Fördern, auszeichnen, netzwerken“, wissenschaftliche Projekte zu bezuschussen, internationale und interdisziplinäre Tagungen zu unterstützen und herausragende Absolventen zu fördern.

 
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