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DFG-geförderte Forschergruppe untersucht Materialien der Zukunft
16 August 2010 - UNI-GOETTINGEN

Prof. Dr. Peter Blöchl, Prof. Dr. Thomas Pruschke, Christian Walther, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Blöchl Klicken Sie bitte hier, um das Bild in Druckqualität herunterzuladen.
Mooresche Gesetz, nach dem sich die Komplexität (Anzahl der Schaltkreiskomponenten) von Computerchips bei gleichen Kosten alle ein bis zwei Jahre verdoppelt. Inzwischen stößt diese Nanotechnologie allerdings an ihre Grenzen. Um die Entwicklung dennoch fortzusetzen, formiert sich die Industrie neuerdings unter dem Motto: „More than Moore“, also „Weiter als Moores Gesetz“. Anstatt dieselben Bauelemente immer weiter zu verkleinern, sollen vollständig neue Funktionen auf einem Chip bereitgestellt werden. Dazu bietet sich eine ganz neue Klasse von Materialien an, die sogenannten Perowskite. Viele der außergewöhnlichen Eigenschaften der Perowskite, zu denen zum Beispiel auch die Hochtemperatursupraleitung gehört, basieren auf stark korrelierten Elektronen. „Solche Elektronen agieren nicht mehr als unabhängige Individuen, sondern vereinen sich in einem komplex choreographierten Tanz“, erklärt Prof. Blöchl. Deshalb ist es äußert schwierig, die Eigenschaften stark korrelierter Materialien zu prognostizieren. Selbst ausgeklügelte Simulationsverfahren kommen dabei an ihre Grenzen. „Die Komplexität der Materialien und der physikalischen Eigenschaften erfordert eine enge Verzahnung verschiedener rechnergestützter Disziplinen der modernen Festkörperphysik“, erläutert Prof. Pruschke.
Aus diesem Grund hat sich eine Gruppe von Physikern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefunden, um die physikalischen Grundlagen besser zu verstehen, die mathematischen Algorithmen weiterzuentwickeln und sie für die Simulation stark korrelierter Materialien fit zu machen. Nach einem strengen Auswahlverfahren hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft aufgrund positiver Gutachten beschlossen, diese Forschergruppe – eine der größten in der Geschichte der DFG – umfangreich zu fördern. Beteiligt sind aus Niedersachsen die Theoretischen Physiker Prof. Dr. Thomas Pruschke von der Universität Göttingen und Prof. Dr. Peter Blöchl von der Technischen Universität Clausthal mit ihren Mitarbeitern. Prof. Pruschke ist ein international anerkannter Festkörperphysiker und hat unter anderem die in der Forschergruppe eingesetzten Verfahren für die Berechnung des Verhaltens korrelierter Elektronen mitentwickelt. Prof. Blöchl ist für die Erfindung der sogenannten Methode der „Projektor-Augmentierten Wellen“ (PAW) für die quantenmechanische Simulation von Materialeigenschaften bekannt. Die Physiker aus Göttingen und Clausthal setzen mit diesem Projekt eine lange Tradition der wissenschaftlichen Zusammenarbeit fort. An der neuen Forschergruppe mit dem Namen „Dynamischer Molekularfeld-Zugang mit Vorhersagekraft für stark korrelierte elektronische Materialien“ beteiligen sich insgesamt 25 Wissenschaftler aus 16 Einrichtungen. Die Sprecher sind Prof. Dr. Dieter Vollhardt von der Universität Augsburg sowie Prof. Dr. Alexander Lichtenstein von der Universität Hamburg. Kontaktadressen:
Prof. Dr. Thomas Pruschke
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Physik – Institut für Theoretische Physik
Friedrich-Hund-Platz 1, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-7683, Fax (0551) 39-9263
E-Mail: pruschke [a] theorie.physik.uni-goettingen (p) de
Internet: www.theorie.physik.uni-goettingen.de/~pruschke Prof. Dr. Peter Blöchl
Technische Universität Clausthal
Institut für Theoretische Physik
Leibnizstraße 10, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon (05323) 72-2555, Fax (05323) 72-3116
E-Mail: Peter.Bloechl [a] tu-clausthal (p) de
Internet: www.pt.tu-clausthal.de/atp/
Prof. Dr. Thomas Pruschke
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Physik – Institut für Theoretische Physik
Friedrich-Hund-Platz 1, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-7683, Fax (0551) 39-9263
E-Mail: pruschke [a] theorie.physik.uni-goettingen (p) de
Internet: www.theorie.physik.uni-goettingen.de/~pruschke Prof. Dr. Peter Blöchl
Technische Universität Clausthal
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Leibnizstraße 10, 38678 Clausthal-Zellerfeld
Telefon (05323) 72-2555, Fax (05323) 72-3116
E-Mail: Peter.Bloechl [a] tu-clausthal (p) de
Internet: www.pt.tu-clausthal.de/atp/
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