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Veranstaltungshinweis: Werkstattgespräch ZUR Bauhaus-Universität Weimar am 23. Juni, 18 Uhr
Der Direktor der Staatlichen Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk, Paul Schultze-Naumburg, als Architekt in Weimar – Ein Rundgang durch die ehemalige Nietzsche-Gedächtnishalle
Von 1930 bis 1940 bekleidete der Architekt Paul Schultze-Naumburg (1869-1949) mit einer kurzen Unterbrechung den Direktorenposten der Nachfolgeschulen des Bauhauses. Schultze-Naumburg war 1930 vom ersten nationalsozialistischen Kultusminister in Thüringen, Dr. Wilhelm Frick, eingestellt worden. Nach dessen Scheitern wurde er aus seiner Funktion entlassen, aber schon kurz darauf vom neu gewählten thüringischen nationalsozialistischen Regierungschef Gauleiter Fritz Sauckel in sein Amt zurückgeholt.
Schultze-Naumburg war bekannt für seinen Hass auf die moderne Kunst und verkündete seinen Studenten: „Unser Ziel ist das Bekenntnis zum höchsten deutschen Menschen.” Als Spielball politischer Machtkämpfe wurde die Hochschule nun gezielt zum Gegenentwurf ihrer Vorgängereinrichtung umgeformt. Neben seiner leitenden Tätigkeit agierte Schultze-Naumburg als „Bilderstürmer“, Berater, Gutachter und Reichstagsmitglied. Als Architekt erhielt er 1935 von Adolf Hitler den Auftrag zum Bau einer Gedächtnishalle für Friedrich Nietzsche neben dem Nietzsche-Archiv in Weimar.
Veranstaltungsdaten: 23. Juni 2010, 18.00 Uhr
Referentin: Andrea Dietrich
Veranstalter: Bauhaus-Universität Weimar
Partner: Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Volkshaus Weimar, James Catering + Services
Ort: ehem. Nietzsche-Gedächtnishalle Weimar (ehem. Sender Weimar), Humboldtstraße 36a
Eintritt frei
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Werkstattgespräche ZUR Bauhaus-Universität Weimar folgen im September 2010.
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