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Universitätklinikum Aachen als überregionales Traumazentrum zertifiziert
| Berlin - RWTH-Aachen |
| Startseite > Einrichtungen > Verwaltung > Dezernat 3 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit > Pressemitteilungen der RWTH > Universitätklinikum Aachen als überregionales Traumazentrum zertifiziert Schwerer Autounfall auf der A4. Zwei Schwerstverletzte, zwei Leichtverletzte. Der Notarzt ist schnell da. Jetzt kommt es auf jede Minute an. Denn die Überlebenschance von Schwerstverletzten, so genannten Polytrauma-Patienten, sinkt mit jeder Viertelstunde ohne Behandlung. Dass ein Hubschrauber mit einem Schwerstverletzten erst nach einer Stunde vom Unfallort startet, weil sich kein aufnahmebereites Krankenhaus findet, soll für die Region Aachen künftig ausgeschlossen sein. Das Universitätsklinikum Aachen garantiert als überregionales Traumazentrum die optimale, ortsnahe Versorgung von Schwerstverletzten. „Wir haben unsere Notfallstrukturen so geändert, dass wir zu jeder Zeit zwei bis drei Schwerstverletzte aufnehmen und behandeln können“, sagt Professor Hans-Christoph Pape, der Direktor der Unfallchirurgie im Universitätsklinikum Aachen. „Und wenn alle Stricke reißen, können wir noch auf die Unterstützung durch das Universitätsklinikum Maastricht zurückgreifen.“ Einige Vorarbeiten waren notwendig, um die Anforderungen an ein überregionales Traumazentrum, in dem auch Patienten mit lebensbedrohlichen Mehrfachverletzungen, Hirn- oder Wirbelsäulenverletzungen behandelt werden können, zu erfüllen. Das in der ersten Stunde der Behandlung entscheidende interdisziplinäre Schockraummanagement wurde in Spezialkursen mit den Ärzten aus den beteiligten Fachabteilungen eingeübt. Manchmal sind Ärzte aus fünf Fachabteilungen gleichzeitig beim Patienten im Schockraum. Lebenswichtige Entscheidungen müssen in kürzester Zeit getroffen werden und trotzdem hundertprozentig sein“, so Professor Pape. „Das geht nicht ohne Üben und das Training darf natürlich nicht am echten Patienten erfolgen.“ Dass es im Ernstfall auf Schnelligkeit ankommt, signalisiert bereits eine riesige Stoppuhr im Traumaschockraum, die mit dem Hereinfahren des Patienten aktiviert wird. Ein großer Vorteil ist die räumliche Nähe von Schockraum, Computertomogaphie, Operationssälen und Intensivstation. Im Universitätsklinikum Aachen werden im Schnitt 80 Schwerstverletzte pro Jahr behandelt. Im Traumanetzwerk® wird zwischen drei Versorgungsstufen unterschieden: lokale, regionale und überregionale Traumazentren. Schwerstverletzte werden in der Regel nur in überregionalen Traumazentren behandelt. Pressekontakt Angelika Christ Leiterin Stabsstelle Kommunikation |
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