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Schönster Turm auf Erden?
Internationale Tagung des Kunstgeschichtlichen Instituts der Uni Freiburg zum Münsterturm
Freiburg, 30.08.2010
Der hochgotische Turm des Freiburger Münsters galt schon dem Humanisten Sebastian Münster 1544 als den sieben Weltwundern vergleichbar, und noch Jacob Burckhardt pries ihn 1869 als „schönsten Turm auf Erden“. Trotz dieser herausragenden Bedeutung ist der Freiburger Münsterturm unzureichend erforscht.
Das Kunstgeschichtliche Institut der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bietet jetzt mit seiner Internationalen Tagung „Der Freiburger Münsterturm und sein europäischer Kontext“ ein Forum unter anderem zur Baugeschichte und Bauforschung, zum regionalen architekturgeschichtlichen Kontext des Bauwerkes sowie zum europäischen Turmbau ab dem 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die Tagung mit internationalen Experten, unter Leitung von Prof. Dr. Hans. W. Hubert, Direktor des Kunstgeschichtlichen Instituts beginnt am
Donnerstag, den 9. September 2010, um 20 Uhr, Hörsaal 1010 im Kollegiengebäude I mit einem Vortrag von
Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Kurman „Die kühnste Emanzipation des selbstherrlichen Kunstzwecks.“ Gedanken zur Freiburger Pfarrkirche als Brennpunkt der europäischen Gotik um 1300.
Die Tagung geht weiter am 10. September 2010 von 9.00-19.00 Uhr, und am 11. September von 9.00-20.00 Uhr.
Etwa zwischen 1270 und 1330 errichtet, nimmt der Turm architekturgeschichtlich eine zentrale Stellung ein, da hier zum ersten Mal ein vollständig durch Maßwerk aufgelöster Turmhelm realisiert wurde. Im 19. Jahrhundert galt der Freiburger Turm als nachahmenswertes Vorbild für viele neugotische Kirchenbauten sowie für Fertigstellungen mittelalterlicher Kirchtürme. „Turmfragen – Fragentürme“, so der Titel des ersten Vortrags von Prof. Hubert, eröffnen die Diskussion unter anderem um Baugeschichte und -technik, Bauverlauf, Einfluss von Bauhütten und Vergleichsbauwerken in Europa.
Informationen zu den Vorträgen enthält das beigefügte Programm.
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