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Religion und Gewalt
9. September 2010 - UNI-HEIDELBERG
Mit dem Thema Religion und Gewalt befassen sich die Teilnehmer einer internationalen Konferenz, die Forscher des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg gemeinsam mit israelischen Kollegen an der Hebräischen Universität Jerusalem veranstalten. Experten aus aller Welt gehen der Frage nach, wie kollektive Erfahrungen von Gewalt vom Mittelalter bis in die Neuzeit wahrgenommen werden. Die Veranstaltung mit dem Titel „Religion and Violence in Transcultural Contexts“ findet am 14. und 15. September 2010 statt.
„Verstrickungen zwischen Religion und Gewalt werden oft als traumatische Erfahrungen erlebt und haben tiefgreifende Wirkung auf das kollektive Gedächtnis. Wir wollen herausfinden, wie solche Phänomene gesellschaftlich und wissenschaftlich historisiert werden“, erläutert Prof. Dr. Susanne Enderwitz vom Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“. So diskutieren die Teilnehmer der Konferenz sowohl über die religiöse Deutung außergewöhnlicher Gewalterfahrungen als auch über religiös motivierte Gewalttaten. Erwartet werden Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, darunter Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Literatur, Jüdische Studien und Islamwissenschaft. Die internationale Konferenz ist Teil des Forschungsprojektes „Historisierung entgrenzter Gewalterfahrung“. Zu den Koordinatoren gehören neben Prof. Enderwitz auch Prof. Dr. Melanie Trede und Prof. Dr. Stefan Weinfurter. Informationen im Internet können unter www.asia-europe.uni-heidelberg.de abgerufen werden.
presse [a] rektorat.uni-heidelberg (p) de
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