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Ihr Wasser holt sie beim Wirt - Der Halb-Parasit Phragmanthera usuiensis ist Pflanze des Monats September 2010

Beim Betrachten der eigenartigen Blüten von Phragmanthera usuiensis wird der in Südamerika gebräuchliche Name für die Riemenblumengewächse klar: Streichhölzchen. Foto: W. Lobin/Uni Bonn
Mit Phragmanthera usuiensis ist eine parasitische Blütenpflanze in den Botanischen Gärten der Universität Bonn die Pflanze des Monats September. Im tropischen Afrika relativ weit verbreitet, wird sie in Botanischen Gärten als Parasit auf Oleander kultiviert. Die Art gehört zu den Riemenblumen (Loranthaceae), deren nördlichster Vertreter, Loranthus europaeus, bis Wien vorkommt. Weitläufig ist sie auch mit unserer einheimischen Mistel (Viscum album) verwandt. Die Botanischen Gärten der Universität Bonn beherbergen eine Sammlung der nicht leicht zu kultivierenden parasitischen Pflanzen. Phragmanthera usuiensis ist im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss vor dem Versuchsgewächshaus zu finden.
Bei den parasitischen Blütenpflanzen unterscheidet man zwei Typen. Die einen enthalten selbst kein Blattgrün (Chlorophyll) mehr und sind daher in ihrer Versorgung vollständig auf ihren Wirt angewiesen. Die Kleeseide (Cuscuta europaea) ist eine solche Art, ebenso die Sommerwürger der Gattung Orobanche. Diese nennt man Voll- oder Holoparasiten. Im Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen bearbeitet eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Professor Dr. Dietmar Quandt parasitische Blütenpflanzen mit Schwerpunkt der Sommerwürger (Orobanche).
Eine ganze Reihe von Arten, darunter auch viele Einheimische, haben noch Blattgrün und können daher ihre Energie selbst gewinnen. Sie zapfen ihre Wirte an, um ihnen Wasser zu entnehmen. Dies sind Halb-Parasiten. Dazu gehört z.B. die Mistel und auch Phragmanthera usuiensis.Die neusten Stellenangebote
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